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Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen

FACHBEREICH 4.1

Materialien müssen über lange Zeiträume hinweg sicher und zuverlässig ihren Zweck erfüllen. Genau dort, wo Material auf die belebte Umwelt trifft, ist der Fachbereich Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen in der Forschung aktiv. Wir untersuchen Veränderungen an Materialien nach biologischem Angriff, die Effekte von Materialien auf Organismen und bestimmen die Wirksamkeit von Materialschutzmitteln.

Besonders interessiert uns, wie Bakterien, Archaeen, Pilze und Insekten Werkstoffe wie Holz, Kunststoffe, Metalle oder Textilien schädigen und korrodieren oder wie sie Diesel, Farben, Schmierstoffe oder Materialoberflächen besiedeln. Wir erforschen, wie Resistenzen gegen biozide Wirkstoffe entstehen und entwickeln standardisierte Testmethoden und Evaluierungsverfahren, um die Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit Biozidresistenz zu verbessern. Wir identifizieren materialschädigende Organismen und charakterisieren sie mit klassischen oder modernen mikroskopischen und molekularbiologischen Methoden.

  • Kompetenzen

    • Biozidresistenz
    • Biokorrosion (mikrobiell beeinflusste Korrosion)
    • Biologische Materialschädigung
    • Kultivierung von Algen, Cyanobakterien, Bakterien, Pilzen und Insekten zur gezielten Belastung von Materialien
    • Prüfung der Wirksamkeit von Bioziden im Materialschutz
    • Biozidanalytik
    • Molekularbiologie mit Mikroorganismen von Extremstandorten (halophile Bakterien, gesteinsbesiedelnde Pilze) und materialzerstörenden Mikroorganismen
    • Molekularbiologische Charakterisierung von materialzerstörenden Insekten
    • Isolierung und Charakterisierung von materialzerstörenden und stressresistenten Mikroorgansimen
    • Biologische Schädlingsbekämpfung im Materialschutz
  • Arbeitsschwerpunkte

    • Untersuchung von Umweltfaktoren, die die Resistenz von Oberflächen-assoziierten Bakterien bedingen
      Artikel: Biozide und Resistenzen vermeiden
    • Biokorrosion von Metallen durch methanogene Archaeen
      Schwerpunktthema: Mikrobiell beeinflusste Korrosion
    • Nachweis von Mikroorganismen in Kraftstoffen
    • Methodenentwicklung zur Beurteilung der Besiedelbarkeit und Abbaubarkeit von Materialien
    • Internationale Harmonisierung von Methoden und deren Normung
    • Entwicklung von Standards für die Risikobewertung von Biozidresistenzen
    • Experimentelle Evolution mit Mikroorganismen
    • Biotechnologie mit extremophilen Bakterien
  • Angebotsspektrum/Technische Ausstattung

    • Biologische Untersuchungen mit materialschädigenden Organismen
    • Molekularbiologische Analysen inclusive Ganzgenomsequenzierungen und RNASeq
    • Mikroskopische Analyse von Mikroorganismen auf Oberflächen (inkl. von Biofilmen)
    • Aerobe und anaerobe Kultivierung von Mikroorganismen
    • Mikrofluidik
    • Nachweis von Mikroorganismen in Kraftstoffen
    • Laboratorien für Untersuchungen mit Organismen mit geringfügig humanpathogenem Risiko und gentechnische Arbeiten (S1/S2)
    • Referenzorganismen: Bakterien, Pilze, Insekten
      Portal RRR: Referenzorganismen
    • Wirksamkeitsprüfungen von Materialschutzmitteln gegen Bakterien, Pilze und Insekten als Basis einer europäischen Zulassung
    • Standort zur Freilandbewitterung mit Klimaaufzeichnungen 
      Standorte: BAM Testgelände Technische Sicherheit
    • Accelerated Field Simulator („Schwammkeller“) 
      Download: Accelerated Field Simulator
    • Geräte zur UV- und Bewitterungsbelastung
    • Sporenvernebler
    • Klimaräume
  • Publikationen des Fachbereichs

    In der Datenbank PUBLICA finden Sie Veröffentlichungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der BAM.

    Veröffentlichungen des Fachbereichs Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen in PUBLICA

    PUBLICA

Kontakt

Die BAM ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde 
im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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