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Multimateriale Fertigungsprozesse

FACHBEREICH 5.4

Durch die Kombination von Werkstoffwissenschaft und Prozesstechnik ermöglicht der Fachbereich Multimateriale Fertigungsprozesse neue Anwendungsbereiche für keramische Werkstoffe und multi-materiale Kompositwerkstoffe. Wir entwickeln innovative Herstellungsprozesse, die neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung und industrielle Komponentenanforderungen zusammenführen. Hierzu werden bekannte Prozesse angepasst oder neue entwickelt, die wir wiederum mit maßgeschneiderten Ausgangsmaterialien kombinieren. Zu unseren zentralen Kompetenzen zählen Pulvertechnologie und additive Fertigung mit einem Fokus auf keramischen Werkstoffen. Kürzlich haben wir diese Expertise mit der Entwicklung neuartiger multimaterialer Prozesse sowohl für Polymere als auch für metallische Werkstoffe erweitert. Diese Anstrengungen erlauben uns, Realbauteile mit unikalen Struktur- und Funktionseigenschaften zu realisieren

Das Forschungsprogramm des Fachbereichs Multimateriale Fertigungsprozesse erstreckt sich über drei Schwerpunkte:

  1. Entwicklung additiver Fertigungsprozesse für keramische und multimateriale Komponenten
  2. Additive Fertigung in der Schwerelosigkeit und in-situ resource utilization (ISRU)
  3. Realisierung von neuen Funktionswerkstoffen und artifiziellen Strukturen durch innovative Prozesstechnik.

Auch wenn unsere Arbeit auf der Grundlagenforschung zur Phasenbildung und zu Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen beruht, ist es uns ein Ansporn, industriell nutzbare Lösungen zu verwirklichen. Diese Zielsetzung ermöglicht kontinuierlich forschungsgenerierten Technologietransfer – Erfolgsgeschichten, auf die wir stolz sind.

Publikationen des Fachbereichs

In der Datenbank PUBLICA finden Sie Veröffentlichungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der BAM.

Veröffentlichungen des Fachbereichs Multimateriale Fertigungsprozesse in PUBLICA

PUBLICA

Angebotsspektrum/Technische Ausstattung

  • Schmelz- und Sinteranlagen
  • Lasersinteranlagen
  • Bestimmung der spezifischen Oberfläche mittels BET
  • Chemische Analyse mittels ICP
  • Löslichkeitsuntersuchungen von biokeramischen Werkstoffen
  • Bestimmung der Porosität mittels Pyknometer
  • Partikelgrößenbestimmung
  • Thermische Analyse DSC
  • Strukturanalyse mittels µCT
  • Sprühtrocknung, Aufbaugranulierung
  • Pulver- und schlickerbasierter 3D-Druck von Keramik und Polymerwerkstoffen
  • Pulver- und schlickerbasiertes selektives Lasersintern von Keramik

Arbeitsschwerpunkte

  • Additive Fertigung von keramischen und multimaterialen Bauteilen
  • Verfahrensentwicklung zur additiven Fertigung von Keramik und Multimaterial-Komponenten
  • Lasersintern von Mondstaubsimulant (Regolith)
  • Additive Fertigung unter Schwerelosigkeit.
  • Nanoskalige Fertigung keramischer Komponenten mittels 2-Photon-Polymerisation
  • Synthese und Charakterisierung von Biomaterialien

Kompetenzen

  • Additive Fertigung
  • Prozessentwicklung
  • Keramische Pulverprozesse: Synthese und Prozessierung von Ausgangsmaterialien, Formgebung, Sinterung
  • Synthese und Charakterisierung von Biokeramik und Knochenersatzstrukturen, Scaffolds, Zemente, Granulate als Knochenersatz
  • Werkstoffcharakterisierung: Partikelgröße, Porosität, Dichte, Festigkeit, Löslichkeit, Abbindeverhalten von Zementen, Strukturanalyse

Die BAM ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde 
im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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