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UltrasonAIc: AI-based ultrasonic testing for real-time defect detection in NDT

Projekt

  • Projektlaufzeit

    15.03.2026 - 31.12.2028

  • Projektart

    EU-Projekt (EFRE)

  • Projektstatus

    Laufend

Kurzbeschreibung

Das Projekt entwickelt ein KI-Assistenzsystem zur Unterstützung der Defekterkennung und -bewertung bei der Ultraschallprüfung von Schweißnähten. Im Fokus stehen eine menschenzentrierte Entwicklung, hochwertige Daten und DICONDE-Standards sowie Aus- und Weiterbildung.

Ort

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Gegenstand

Im Projekt wird ein KI-Assistenzsystem für die Ultraschallprüfung von Schweißnähten entwickelt. Es unterstützt Prüfende bei der Erkennung und Bewertung von Defekten, ohne ihre Verantwortung zu ersetzen. Neben der Entwicklung der KI stehen hochwertige Daten, standardisierte Datenformate (DICONDE), eine menschenzentrierte Gestaltung der Mensch-KI-Interaktion sowie Konzepte für Aus- und Weiterbildung im Mittelpunkt.

Ziel

Ziel des Projekts ist es, die Ultraschallprüfung von Schweißnähten effizienter, zuverlässiger und anwenderfreundlicher zu machen. Das KI-Assistenzsystem soll Prüfende bei fundierten Entscheidungen unterstützen, die Qualität der Prüfungen verbessern und den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der zerstörungsfreien Prüfung sicher und praxisnah ermöglichen. So wird die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gestärkt.

Methodik

Das Projekt verbindet Künstliche Intelligenz, Ultraschallprüfung und Simulation. KI-Modelle werden mit realen und simulierten Prüfdaten entwickelt und anhand standardisierter Datenformate integriert. Die Anforderungen an eine menschenzentrierte Mensch-KI-Interaktion werden gemeinsam mit Anwenderinnen und Anwendern erarbeitet und in Gestaltungsempfehlungen überführt. Ergänzend werden Konzepte für Aus- und Weiterbildung entwickelt.

Partner + Förderer

Projektkoordination: deeplify GmbH

Konsortium: deeplify GmbH, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und DGZfP Ausbildung und Training GmbH

Förderung: Das Projekt wird im Rahmen des Innovationswettbewerbs Industrie.IN.NRW durch das EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 gefördert.

Ultraschallprüfungen spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit von Schweißverbindungen. Die Auswertung der komplexen Prüfdaten ist jedoch anspruchsvoll und zeitaufwendig und erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung. Gleichzeitig steht die ZfP vor der Herausforderung, dass erfahrene Prüfende aus dem Berufsleben ausscheiden, während ihnen nicht genügend qualifizierte Fachkräfte nachfolgen. KI-gestützte Assistenzsysteme bieten das Potenzial, Prüfende bei diesen anspruchsvollen Aufgaben zu unterstützen. UltrasonAIc entwickelt daher ein KI-Assistenzsystem zur Unterstützung der Defekterkennung und -bewertung, wobei die Entscheidungsverantwortung beim Menschen verbleibt.

Die BAM bringt ihre Expertise insbesondere in drei Bereichen ein: der Erzeugung und Nutzung von Prüfdaten, der Standardisierung von Datenformaten sowie der menschenzentrierten Entwicklung des KI-Assistenzsystems. Reale Prüfdaten werden durch simulierte Daten ergänzt, um unterschiedliche Defekte und Prüfbedingungen abzubilden und eine geeignete Datengrundlage für die Entwicklung der KI zu schaffen. Gleichzeitig wird die Nutzung des standardisierten Datenformats DICONDE weiterentwickelt, um Ultraschalldaten einheitlich zu speichern, auszutauschen und für KI-Anwendungen nutzbar zu machen.

Ein weiterer Schwerpunkt der BAM liegt auf der Mensch-KI-Interaktion. Gemeinsam mit Prüfpersonal wird untersucht, welche Aufgaben sinnvoll von der KI unterstützt werden können und welche beim Menschen verbleiben sollten. Zudem wird ermittelt, welche Informationen die KI bereitstellen muss, damit Prüfende ihre Ergebnisse nachvollziehen, angemessen einschätzen und fundierte Entscheidungen treffen können. Dazu gehören insbesondere Transparenz und Erklärbarkeit sowie Informationen über Unsicherheit und Konfidenz.

Methodisch werden dafür technische Ansätze zur Modellierung und Datenverarbeitung mit Methoden der Human-Factors- und Mensch-Maschine-Interaktionsforschung kombiniert. Dazu gehören Aufgabenanalysen, Interviews und Workshops mit Fachleuten sowie nutzerzentrierte Evaluationen. Die daraus abgeleiteten Anforderungen und Gestaltungsempfehlungen fließen in die technische Entwicklung des Assistenzsystems ein.

Darüber hinaus werden neue Kompetenzanforderungen für den Umgang mit KI-gestützten Prüfsystemen identifiziert und gemeinsam mit den Projektpartnern Empfehlungen für die zukünftige Aus- und Weiterbildung entwickelt. So sollen neben den technischen Grundlagen auch die Voraussetzungen für einen sicheren, verständlichen und akzeptierten Einsatz KI-gestützter Ultraschallprüfung in der Praxis geschaffen werden.

Partner

Deeplify GmbH

BAM

DGZfP Ausbildung und Training GmbH

Förderung

Industrie.IN.NRW – Innovationswettbewerb Industrie im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027

Die BAM ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde 
im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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